Ich werde immer wieder gefragt, was ich für Aquarellfarben verwende. Meistens diese aus der HORADAM AQUARELL Serie von Schmincke (keine Werbung). Sie passen in meinen kleinen Aquarellkasten, der eigentlich für 12 halbe Näpfchen ausgelegt ist, aber zwei weitere passen auch noch mit rein – sehr praktisch für unterwegs.

Mit „halben“ Näpfchen sind übrigens die kleinen gemeint; die „ganzen“ sind doppelt so groß. Daneben werden auch Tuben angeboten, die sich mit einer tiefen Palette verwenden lassen. Oder man füllt damit leere Näpfchen. Tuben sind vom Preis-/Leistungsverhältnis günstiger. Ein Pluspunkt für alle, die häufig malen und einen hohen Farbverbrauch haben. Sie sind aber auch für großflächiges Arbeiten den Näpfchen vorzuziehen, da sich größere Farbmengen anmischen lassen.

Mit welchen Farben welcher Marke man gern malt und wie man sich seinen Farbkasten bestückt, ist sehr individuell. Daher gibt es kein Richtig oder Falsch. Die Nummern der unten bezeichneten Farbtöne beziehen sich auf Schmincke, wobei ähnliche Farben auch von anderen Firmen angeboten werden. Die kleinen Kästchen unter der Nummer geben die jeweilige Lasurfähigkeit an. Je „leerer“ sie sind, umso lasierender die Eigenschaft. (Andere Firmen können andere Symbole verwenden.)

Beim Anblick der Preise kann man schon mal einen Schreck bekommen und versucht sein, etwas Günstiges aus dem Baumarkt zu kaufen. Hmmm… Es ist wie so oft eine Gratwanderung. Na klar, wenn Du noch nicht sicher bist, ob Aquarellfarben etwas für Dich sind, möchtest Du nicht, dass die teuren Farben in der Schublade versauern. Andererseits wirst Du unter Umständen die aquarelltypische Brillanz und Transparenz mit ganz billigen Farben nicht erzielen und enttäuscht sein. Dann wäre vielleicht ein Kompromiss, erst einmal wenige Farben bzw. einen kleinen Kasten zu kaufen. Leider enthalten die fertigen Kästen oft Weiß und Schwarz – beides Farbtöne, die ich nie verwende. Vor allem Weiß finde ich total kontraproduktiv beim Aquarellieren.

Ein ganz wichtiger Punkt in der Aquarelltechnik ist das Papier. Es muss aquarellfähig sein, und das steht immer auf dem Deckblatt des jeweiligen Blocks. Oft erlebe ich in meinen Kursen, dass „fürs Erste“ einfaches Kopierpapier verwendet wird. Damit können keine guten Ergebnisse erzielt werden. Deshalb bitte nicht an dieser Ecke sparen.

Ich wünsche auf jeden Fall viel Spaß beim Ausprobieren – vielleicht in einem meiner Kurse? Zu den beiden Grundtechniken Lavieren und Lasieren habe ich zwei Videos auf meine Website gestellt. Was leicht aussieht, ist es auch – mit etwas Übung.